Samstag, 22. April 2017
Leben nach dem Überleben
Arme zerschnitten, Augen leer.
Das Lachen ist weg, reden fällt so schwer.
Überall seh ich dich, ganz egal wo.
Ich weiss nicht wohin, wolltest du das so?

Psychiatrie rein, Psychiatrie raus,
hab mich verloren, bin nirgends zuhaus.
Deine Stimme in meinem Kopf, sagen mir was ich tun soll,
ich werde bekloppt.

Wie soll ich leben, wem soll ich trauen?
Es ist so schwer, auf wem soll ich bauen?

Kann ich irgendwann mal alles erzählen?
Vielleicht muss ich mich dann nicht mehr so quälen..

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Bilder im Kopf
Dunkelheit, Angst, Weinen.
Männer, Schläge, Schreie.
Hab ich mich zu wenig gewehrt?
Warum mach ich alles verkehrt?
Männer kamen und gingen,
wie tief kann ein Mensch sinken?
Ekel, Scham, Wut und Panik,
ich weiss, es intressiert dich nicht.
Pistole an meinem Kopf, du sagstest ich solle alles geben..- sonst ist es vorbei mit meinem Leben.

Ich konnte fliehen.
Seitdem bin ich eigentlich frei.- eigentlich.
Aber du warst überall.

Bis heute lässt du mich nicht allein,
ich höre die Worte, sehe deine Person, rieche dein Parfum.
Seit Jahren kämpfe ich gegen dich, dir ist es egal.

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Auf der Suche
Ich versuchte, den Menschen zu gefallen.
Ich versuchte, zu ihnen zu gehören.
Ich suchte ihre Bestätigung.
Aber eigentlich suchte ich nur die Liebe meiner Mutter.

Ich versuchte, Höchstleistungen zu erbringen.
Ich versuchte, immer die Beste zu sein.
Ich suchte Anerkennung.
Aber eigentlich suchte ich nur die Liebe meines Vaters.

Ich suchte fast ein halbes Leben lang.
Was ich fand, war die Depression.

Seither suche ich mich selbst.

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Frei sein
Ich möchte einfach schreien.
Doch es kommt nicht heraus.
Möchte einfach druchdrehen.
Mich nicht mehr spüren.
Nicht mehr Leben.
Wie geht Leben?
Was ist Leben?
Leben.
Was für ein komisches Wort.
Nach dem Leben streben..
Oder doch lieber nach dem Ende suchen?
Ich kann es nicht ordnen.
Die Welt dreht sich weiter.
Und mich?
Mich lässt sie nicht runter.
Ich kann es nicht verstehen.
Ich möchte schreien.
Frei sein.
Leben.

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Kaputt
Draußen ist es mittlerweile dunkel geworden. Es tut gut, aus dem grellen künstlichen Krankenhauslicht in die Dunkelheit zu schauen. Der Abend ist lau. Eigentlich ein schöner Abend. Auf den Weg zurück weine ich. Ich fühle mich nichtmal sonderlich traurig, eigentlich fühle ich Garnichts.
Warum kann ich nicht ganz normal sein? Fröhlich, mit dem was ich habe?
Stattdessen bin ich ein Wrack.
Nicht nur dass die frisch genähten Wunden schmerzen, ich bin seelisch kaputt!
Kaputt, mit einer kaputten Familie, einer kaputten Vergangenheit und wahrscheinlich auch einer kaputten Zukunft.

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Angst
Nimm mein Herz, mein Blut, mein Fleisch,
meinen Stolz & den ganzen andern Scheiß.
Zieh mich ab bis auf den Kern,
& tu dann so, als würd er dir gehören.
Lutsch mich leer, solang's was gibt,
tritt richtig rein, wenn ich am Boden lieg.
Beraub mich meiner letzten Kraft, nur zu, du hast es fast geschafft.
Brich in meine Seele ein, randalier in ihr als wär sie dein.
Schütt mich zu mit deinem Mist, und glaub dann noch, dass du das Opfer bist.

Ich hab keine Angst vor Tränen solln sie doch kommen.
Hast mir doch ohne hin schon alles genommen..

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Dauerschleife
Seit Jahren keine Ruhe gefunden.
Rennen, machen , tun.
Suizidversuche überleben, Ärzte hier, Therapeuten da.
Klinik.
Arbeiten an der Seele, verdammt viel Arbeit.
Schweiß, Tränen, Wut, Kontrolle, Lernen.
Hinfallen, aufstehen, hinfallen, aufstehen..
Dauerschleife.
Weiter machen, immer weiter, muss ja.
Ja mir geht's gut, nein mir geht beschissen.
Geheilt?- schön wärs.
Tabletten?- zu viele.
Ich versuche zu atmen, jeden Tag, dass soll reichen.
Kriege, auf in den Kampf.
Gegen die anderen, gegen das Falsche, gegen Mich.
Zwischendurch mal Alkohol, dann Tee, zu viel Alkohol..
Lieber Rauchen, könnt ja helfen.
Heute schlaflos, morgen müde.
Heute Sport, morgen Bett.
Heute Essen, morgen hungern.

Dauerschleife auf Stopp !

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Kippenpoesie
Du starrst in den Spiegel und betrachtest dein Gesicht, doch wie du aussiehst, dass weißt du nicht. Du bist ein Abonnent der Scheiße, ein Pächter des Elends, du vegetierst dahin, verschwendest dein Leben.
Niemand weiss, wer du bist, denn du weisst es ja selber nicht. Du hast alles gesetzt und alles verloren, denn du bist zum verlieren geboren.
Dein Schicksal ist bestimmt, die Geschichte geschrieben, außer etlichen Narben, ist dir nichts geblieben. Die Tage sind gezählt, du kannst nicht mehr, dieses Leben ist so verdammt unfair.
Ewig auf der Flucht, du kannst nicht mehr, fühlst dich kraftlos, ausgebrannt und leer. Du schließt die Augen, ein dunkler Ort, ein fahler Geruch, unerträgliche Stille, du machst Schluss.
Das letzte Stück auf deinem Weg, es gibt kein Zurück, es ist zu spät.

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Sei so wie du bist.
Redet man nicht, ist man zu still.
Redet man viel, ist man vorlaut.
Hat man Angst, ist man schüchtern,
sagt man seine Meinung, ist man frech.
Kleidet man sich gut, ist man spießig,
hat man seinen eigenen Style, ist man out.
Isst man viel, ist man fett,
isst man nicht, hat man Magersucht.
Lacht man viel, ist man zu albern,
lacht man nicht, ist man zu ernst.
Überschreitet man Grenzen, dann ist man verhaltensgestört,
hält man sich an Regeln, dann lebt man nicht richtig.
Will man helfen, dann schleimt man sich ein,
hilft man nicht, ist man antisozial.
Ist man glücklich, dann wollen es alle zerstören,
ist man traurig, dann hat man Depression.
Macht man Fehler, reden alle über dich, und wenn ich sie dann frage, sagen alle : Sei so wie du bist.

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Wer ich bin
Ich bin: am leben, düster, süchtig nach Musik, zerstört, mal voller Lügen, mal ehrlich bis zuletzt. Auf der Suche nach dem Mittelweg mit einer ordentlichen Portion Adrenalin, mit Vorliebe eigene Grenzen überschreitend, nur um sie dann wieder äußerst penibel zu wahren.
Ich bin: sarkastisch und werde meistens jünger geschätzt, als ich bin. Bücherliebend. Überhaupt liebend (und hassend): teilweise bis zur Selbstaufgabe. Ich werde gemocht und verachtet, bewundert und entwertet. Ich bin selbstbewusst wenn du hinschaust, und schüchtern wenn du weg bist. Die Polizei ist mein Feind, gleichzeitig aber mein Freund. Ich kann Blut in Mengen ertragen und Knochen sehen, aber keine Kotze. Ich verachte unehrliche Menschen, versinke aber in Selbstbetrug. Schminke schützt meine Fassade, bekomme dennoch keinen graden Lidstrich hin. Ich mache bei Büchern Eselsohren an Seiten die ich mag, dusche 9 Mal am Tag (immer in der gleichen Reihenfolge), hasse es, wenn der Klodeckel hochgeklappt ist, Löffel kann ich nicht leiden, dehalb mag ich auch keine Suppe.

Ich bin: die Streberin in der ersten Reihe,die du so zum kotzen findest, und das Mädchen in der Letzten, die ihren persönlichen 'Lehrer versus Schüler' Krieg führt. Ich bin gut erzogene Vorzeigetochter und der rebellierende Teenager mit dem schrecklichen Musikgeschmack. Meine Dr. Martens sind meine Babys, ohne meine Schlagringe fühle ich mich nackt. Ich finde Wein ekelhaft, mag lieber Bier und Wodka. Ich rauche, kiffe aber nicht mehr. Ich mag kein Rosa, Hello Kitty oder Glitzer, ich würde lieber Ballerspiele zocken, bin dafür aber zu schreckhaft. Thriller und Krimis machen mir Angst.
Wenn deine Mutter mich sieht, wird die sagen, dass ich ein schlechter Umgang bin. Ich trage viele Piercings, Tunnel und gefärbte Haare, trotzdem bete ich jeden Tag und besuche so oft ich kann die Kirche. Mit 'H&M' oder 'Zara' kann ich nichts anfangen, ich kaufe Secondhand ohne mich zu schämen. Schwarz ist meine Farbe, meine Klamotten sind immer drei Nummern zu groß. Auch wenn manche Dinge niemals ungeordnet sein dürfen, das Chaos überfällt mich des Öfteren.
Ein steter Wechsel zwischen Kontrolle und ihrem Verlust, mal Oben, mal Unten. Menschen machen mir Angst, Berührungen überfordern mich. Trotzdem beschäftige ich mich mit ihrem Verhalten und ihrer Psyche. Ich bin Hobbypsychologe, habe für jeden Ratschläge und Hilfe, nur mir selbst konnte ich nie helfen.

Seit Jahren suche ich einen Platz an dem ich hingehör, ein Zuhause, an dem ich bleiben kann, doch ich laufe immer wieder davon. Ich habe Heimweh und Fernweh, kann mich nie entscheiden, aus Angst, das Falsche zu wählen. Aus Fehlern lerne ich nicht, ich mache sie immer wieder. Ich lache viel mit Anderen und weine oft allein. Meine Meinung kann ich vertreten, doch werde rot bei Referaten. Ich kann dich mögen und hassen, lieben und verachten. Meine eigenen Gedanken verwirren mich, Spontanität steht mir nicht, Pläne führe ich nie aus.

Ich bin : Lebens- und Todessehnsüchtig.

- emotional-instabile Persönlichkeitsstörung/Borderline-Typ (F.60.31)
- schwere depressive Episode ohne psychotische Symptome (F.32.2)
- komplexe Posttraumatische Belastungsstörung mit mittelgradig integriertem Strukturniveau (F43.1)
- Anorexia Nervosa (F50.8)
- absichtliche Selbstschädigung ( X84.9)
- psychische Verhaltensstörung durch Alkohol (F10.2)
- einfache Aktivitäts- und Aufmerksamkeitsstörung (F90.0)
- Suizidversuch in Eigenanamnese
- psychische und Verhaltensstörungen durch multiplen Substanzmissbrauch und Konsum anderer psychotroper Substanzen : Abhängigkeitssyndrom (F19.2)
- Panikstörung (F41.0)
- Zwangsgedanken und Grübelgedanken ( F42.0)
- Zwangshandlungen (F42.1)
- akute psychotische Störung ohne Schizophrenie (F23.0)
- Dissoziative Amnesie (F44.0)
- Dissoziative Fugue (F44.1)
- Anpassungsstörungen (F43.2)


Ich wollte immer leben..mehr leben als nur überleben!

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